Elf Fragen, die Sie jedem Anbieter für KI-Sichtbarkeit stellen sollten
Die meisten Angebote klingen gleich. Diese Fragen trennen belegte Messung von gut gemeinter Schätzung.
Ein junger Markt bringt viele Anbieter hervor, deren Broschüren sich kaum unterscheiden. Elf Fragen genügen, um in einem Termin zu erkennen, wer misst und wer schätzt. Sie gelten für uns genauso — stellen Sie sie uns.
- Die entscheidende Frage ist immer: woher stammt diese Zahl, und kann ich sie öffnen?
- Wer nicht sagt, welche Assistenten in welchem Rhythmus geprüft werden, misst vermutlich unregelmäßig.
- Fragen Sie früh nach dem Ausstieg. Die Antwort verrät mehr über den Anbieter als jede Funktionsliste.
Warum alle Angebote gleich klingen
Der Markt für Sichtbarkeit in KI-Antworten ist wenige Jahre alt. Es gibt keine Norm, keine Prüfstelle und keinen eingeführten Wortschatz. Jeder Anbieter erfindet seine eigenen Bezeichnungen, und die klingen zwangsläufig ähnlich, weil sie dasselbe Versprechen umkreisen.
Unterscheiden lassen sich Angebote deshalb nicht am Wortlaut, sondern an der Bereitschaft, konkret zu werden. Die folgenden Fragen sind so gestellt, dass ausweichende Antworten auffallen.
Zur Messung
- Welche Assistenten prüfen Sie, und in welchem Rhythmus? Eine Antwort wie „die gängigen" genügt nicht. Sie brauchen Namen und einen Takt, sonst sind Verläufe nicht vergleichbar.
- Zeigen Sie mir eine Antwort im Original. Nicht eine Auswertung, sondern den Absatz, den ein Bewerber bekommen hätte. Wer das nicht kann, hat nichts gespeichert.
- Woher stammen die Fragen, mit denen gemessen wird? Fragen, die der Anbieter selbst erfindet, messen den Anbieter. Sie brauchen die Fragen Ihrer Bewerber, je Beruf und Region.
- Können Sie eine beliebige Zahl bis zu ihrer Quelle öffnen? Wählen Sie die Zahl selbst aus, nicht der Anbieter.
Fragen Sie nach einer Zahl, die Sie selbst aussuchen. Vorgeführte Beispiele funktionieren immer.
Zu den Daten
- Wird je Standort und Berufsgruppe getrennt ausgewertet? Ein Gesamtwert über acht Häuser verdeckt genau die Stelle, an der die Besetzung stockt.
- Was passiert mit unseren Stellendaten? Wem gehören sie, wo liegen sie, und in welchem Format bekommen wir sie zurück?
- Werden Inhalte erzeugt, die wir nicht freigegeben haben? Texte, die aus Ihren Angaben entstehen, sind das eine. Frei erfundene Formulierungen über Arbeitsbedingungen sind ein Haftungsthema.
Zum Betrieb
- Wo läuft die Anwendung, und wer hat Zugriff? Serverstandort, Auftragsverarbeitung, Rollenkonzept. Lassen Sie sich das schriftlich geben, nicht im Gespräch zusichern.
- Welche Zertifizierungen liegen tatsächlich vor? Nicht „wir arbeiten nach", sondern welches Zertifikat mit welcher Nummer von welcher Stelle. Wer hier ausweicht, wirbt mit etwas, das er nicht hat.
Unsere eigene Antwort auf Frage 9
Wir halten weder ein ISO-27001-Zertifikat noch einen SOC-2-Bericht. Beides ist in Vorbereitung und steht so auf unserer Sicherheitsseite. Wenn ein Anbieter diese Frage nicht ebenso klar beantwortet, ist das ein Befund.
Zu Vertrag und Ausstieg
- Was kostet es, und wonach richtet sich der Preis? Preise je Anzeige oder je Standort werden genau dort teuer, wo das Werkzeug am meisten nützt.
- Wie kommen wir wieder heraus? Kündigungsfrist, Datenexport, Format, Frist bis zur Löschung. Diese Frage früh zu stellen ist unangenehm und spart im Zweifel ein Jahr.
Fazit
Elf Fragen, die sich in vierzig Minuten stellen lassen. Wer sie beantwortet, ohne auszuweichen, hat ein Produkt. Wer bei drei davon ins Allgemeine wechselt, verkauft eine Erwartung.
Die Fragen gelten für jeden Anbieter in diesem Markt, uns eingeschlossen. Wenn unsere Antworten Sie nicht überzeugen, haben Sie das Richtige getan.
Wir schreiben über die Sichtbarkeit von Arbeitgebern in KI-Antworten und bei Google — und über die Datenlage, die darüber entscheidet. Wir veröffentlichen, sobald eine Auswertung eine belastbare Aussage hergibt.